Geänderte und ergänzende Planunterlagen werden vom 22. Juni bis 21. Juli 2020 öffentlich ausgelegt.

Neue und geänderte Planunterlagen werden ausgelegt

Seit Juli 2019 prüft die Planfeststellungsbehörde die eingereichten Planunterlagen zum Bau des U5-Abschnitts von Bramfeld in die City Nord. Nun werden Teile der bisherigen Unterlagen angepasst, da sich unter anderem im Bereich Sengelmannstraße Planungsänderungen ergeben haben. Außerdem wurden weitere Unterlagen zu den Umweltauswirkungen des Vorhabens eingereicht. Nach wie vor strebt die HOCHBAHN an, Ende 2021 mit dem Bau dieses U5-Abschnitts zu beginnen.

Um alle Hamburgerinnen und Hamburger transparent an diesem Verfahren zu beteiligen, werden die geänderten und ergänzten Planunterlagen erneut öffentlich ausgelegt. Auch bei dieser zweiten Auslegung können die Planung eingesehen und bei der zuständigen Behörde Einwendungen eingereicht werden.

Der Änderungsantrag beinhaltet im Wesentlichen eine überarbeitete Schall- und Erschütterungstechnische Untersuchung einschließlich eines Entschädigungskonzepts, die Ergänzung der Unterlagen um ein Betriebsge-bäude an der Haltestelle Sengelmannstraße, eine Überarbeitung des Landschaftspflegerischen Begleitplans (LBP) einschließlich Maßnahmenblättern sowie wasserrechtliche Anträge. Alle Planunterlagen werden ab 22. Juni 2020 online auf den Seiten der Planfeststellungsbehörde abrufbar sein.

Was ist das Planfeststellungsverfahren?

Es ist das formelle Verfahren, in dem die Genehmigungsbehörde die eingereichte Planunterlage zum U-Bahn-Bau ausführlich untersucht, z.B. darauf, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Zugleich ermittelt sie in dem Prozess alle von dem Vorhaben betroffenen privaten und öffentlichen Belange und wägt sie miteinander ab. Geht die Abwägung der Genehmigungsbehörde schließlich zugunsten des Vorhabens aus, erteilt sie einen sogenannten Planfeststellungsbeschluss, der zum Bau der U-Bahn berechtigt.

Wann und wo findet die zweite Auslegung statt?

Die Auslegung erfolgt vom 22. Juni bis 21. Juli 2020 durch eine Veröffentlichung im Internet unter der Adresse http://www.hamburg.de/bwvi/np-aktuelle-planfeststellungsverfahren/
Die Planänderungsunterlagen können im gleichen Zeitraum auch an zwei Orten in Hamburg eingesehen werden:

Bezirksamt Wandsbek, Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt (Foyer)
Schloßgarten 9, 22041 Hamburg

Montag, Dienstag und Donnerstag: 8:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Freitag: 8:30 Uhr bis 13:30 Uhr

Bezirksamt Hamburg-Nord, Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt (Servicezentrum, 1. Stock)
Kümmelstraße 6, 20249 Hamburg

Montag: 8 bis 15 Uhr
Dienstag und Freitag: 8 bis 12 Uhr
Donnerstag: 8 bis 16 Uhr
Hinweis: Die Einsichtnahme ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter den Telefonnummern 040 - 42804 6811 oder 040 - 42804 6810 möglich.

Wie können Einwendungen eingereicht werden?

Stellungnahmen und Einwendungen zu den geänderten Planungen können bis zum 21. August 2020 u.a. bei der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, beim Bezirksamt Wandsbek oder beim Bezirksamt Ham-burg-Nord schriftlich eingereicht werden. 

Behörde für Wirtschaft Verkehr und Innovation
Rechtsamt, Planfeststellungsbehörde
Alter Steinweg 4, 20459 Hamburg

Die im Rahmen der ersten Auslegung eingegangenen Einwendungen behalten ihre Gültigkeit und werden im weiteren Verfahren berücksichtigt.

Zusätzliches Informationsangebot der HOCHBAHN

Ergänzend zur öffentlichen Auslegung bietet die HOCHBAHN auch diesmal die Möglichkeit, die neu ausgelegten sowie die ursprünglichen Planfeststellungsunterlagen einzusehen. Aufgrund der Einschränkungen durch das Corona-Virus findet dieses Angebot diesmal in den Räumlichkeiten der HOCHBAHN in der Steinstraße statt. Wie gewohnt steht ein Team der HOCHBAHN für Fragen zur Verfügung.

Wann?
An den Donnerstagen 2. Juli, 9. Juli und 16. Juli jeweils in der Zeit von 10 bis 16 Uhr

Wie?
Damit alle gesund bleiben, dürfen sich pro Termin maximal zwei Personen derselben Familie im Raum aufhalten. Bitte vereinbaren Sie deshalb vorab einen Termin mit Martin Boneß entweder telefonisch (040 - 32 88 5541) oder per E-Mail (martin.boness@hochbahn.de).

Für die Einsichtnahme in den Räumlichkeiten der HOCHBAHN gelten besondere Regeln zum Schutz vor COVID-19. Über diese informieren wir Sie detailliert vorab.


Weitere Informationen

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(Stand: 19.06.2020)

Kommentare

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Glauben Sie wirklich, jemand der von Steilshoop oder Bramfeld in die Innenstadt oder zur Hamburger Meile will, wird diese U-Bahn nutzen ? Man würde dann praktisch über City Nord kreuz und quer durch Hamburg fahren müssen um ans Zeil zu gelangen. Das dauert viel zu lange, und wäre sicher auch teurer, weil mehr Tarifzonen durchfahren werden. Deshalb werden die Menschen weiterhin mit dem Bus zum Barmbeker Bahnhof fahren, und dann weiter mit U- und S-Bahn. Wissen Sie, die Leute die sich sowas ausdenken, sind keine regelmäßigen HVV-Nutzer, höchsten mal für TV-Auftritte und ähnliches, sondern fahren mit Ihren Autos durch Hamburg.1,8 Milliarden Euro kann man bestimmt sinnvoller anlegen. Außerdem sind die Deutschen garnicht mehr in der Lage, größere Bauprojekte in annehmbarer Zeit und zu vernünftigen Preisen abzuschliessen; Gibt ja genug Beispiele. Das heißt, aus 1,8 Milliarden werden 5 Milliarden, und Bauzeit 15-20 Jahre, und keiner ist im Nachhinein schuldig, wie immer ! Also lasst es sein, bevor sich später wieder alle an den Kopf fassen.

Vorausschauen ist nicht gerade Ihre Stärke. Die U2 endete vor 35 Jahren an Hagenbecks Tierpark, dann ging in 2 Abschnitten weiter nach Niendorf. Und dass die Hochbahn im Finanzrahmen bauen kann, zeigt sich an der U 4.

Moin,
ich bin alter Bramfelder, meine Eltern sind 1967 nach Bramfeld gezogen, weil die U-Bahn gebaut werden sollte, das ist kein Witz. Damals sahen die Pläne allerdings noch anders aus. U-Bahn wäre nicht so tief unter der Erde gewesen, dort hinzukommen dauert ja schon 3-5 Minuten. Dann wäre die Strecke über Steilshoop und danach direkt Richtung Innenstadt gegangen und nicht zum Stadtpark. Ich kann mich aus meiner Zeit in Bramfeld bis Anfang der 90er Jahre nicht erinnern, dass irgendjemand eine bessere Verbindung zur City-Nord oder zum Stadtpark als dringend bezeichnet hat. Und zu guter Letzt: Die Station in Bramfeld hätte nicht den letzten Rest des ehemaligen Ortskerns zerstört. Zusammengefasst: Diese Planung ist schlecht, sie ist teuer und geht an den Bedürfnissen der Bramfelderinnen und Bramfelder vorbei. Ich bin sicher, all dies ist in der Öffentlichkeitsbeteiligung auch geäußert worden, aber es ist der Hochbahn und der Politik egal.