Meter für Meter ordentlich vorangekommen

Spannende Sache: Dass das Licht in Horn an bleibt, während der Schlitzwandgreifer unter einer Starkstromleitung baggert, war für die Bauleute gar keine Frage. „Dank guter Vorbereitung und eines erfahrenen Teams haben wir auch diese Herausforderung auf der U4-Baustelle erfolgreich gemeistert“, blickt Niels Schefe, Projektleiter des ersten Abschnitts, zurück. Um die Baugrubenwände auch im Umfeld dieser wichtigen Stromtrasse zu erstellen, musste die Leitung an der Kreuzung Meurerweg/Sandkamp „schräg“ unterschlitzt werden. Nur eine der Herausforderungen, die beim U-Bahn-Bau im dicht bebauten, innerstädtischen Umfeld auftreten kann.

Generell kommen die Schlitzwandarbeiten zwischen Sandkamp und Horner Freiheit, die im April 2021 starteten, nicht nur gut voran, sondern liegen auch voll im Plan. Daran haben auch der anhaltende Regen im Mai und die erschwerten Arbeitsbedingungen in Corona-Zeiten nichts geändert.

Und so sind die Fortschritte vor Ort gut sichtbar: 185 Meter Schlitzwände stehen im ersten Abschnitt schon, 1.515 Meter folgen noch – damit sind bereits mehr als 10 Prozent geschafft. Bis voraussichtlich Oktober 2022 sollen dann alle Baugrubenwände im ersten Abschnitt erstellt sein. Damit kann dann der Bereich zwischen ihnen – und damit die Baugrube – ausgebaggert werden.

Was als Nächstes ansteht

Im Juli wird der Schlitzwandbagger vor allem zwischen Rennbahnstraße 27 und der Horner Freiheit arbeiten. Bald soll ein zweiter Schlitzwandbagger parallel im Einsatz sein, damit noch mehr Strecke gemacht werden kann. Denn auch im Sommer macht die Baustelle keinen Urlaub – damit die Arbeiten weiter zügig vorankommen. Aktuelle Informationen zu allen Sperrungen und Umleitungen zeigt der Baustellen-Kompass.

Parallel werden auch immer noch Leitungen und Kabel verlegt, um im Untergrund Platz für die U-Bahn zu schaffen. Die Arbeiten führen die Versorger selbst durch. Aktuell bohrt HAMBURG WASSER vor der Rennbahnstraße 27 einen Tunnel für eine Abwasserleitung. In 16 Metern Tiefe arbeitet sich die Tunnelbohrmaschine die kommenden zwei Wochen rund 75 Meter durch den Untergrund. Dabei zieht sie ein Stahlbetonschutzrohr mit einem Innendurchmesser von 1,8 Meter hinter sich her, in dem später die Abwasserleitung liegt. Die verläuft dann unter der U-Bahn.

Tunnelvortrieb HAMBURG WASSER

Taufpatin der Maschine ist Gabriele Köller, Chefin des Ingenieurbüros von HAMBURG WASSER. Foto: HAMBURG WASSER/Ulrich Perrey

Weil die Baustelle permanent im Wandel ist, verändert sich auch die Wegeführung vor Ort immer mal wieder und Wege werden womöglich etwas länger. Aktuell betrifft dies vor allem den Bereich rund um Am Gojenboom und das EKZ Horn. Die HOCHBAHN versucht, immer möglichst kurze Wege anzulegen. Wichtig ist dabei auch die gegenseitige Rücksichtnahme, wenn Fußgänger*innen und Radfahrer*innen denselben Weg nutzen.

Sie haben Fragen?

Die HOCHBAHN ist jederzeit ansprechbar, die Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier. Zusätzlich steht die U4-Beauftragte Hanna Waeselmann in ihrer Sprechstunde für alle Fragen rund um die Bauarbeiten im Stadtteil zur Verfügung. Die aktuelle Termine finden Sie hier.
 

Weitere Informationen

 

(Stand 17.06.2021)

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