U4 Horn: Baum für Baum wieder grün

Horn ist grün – und wird es auch in Zukunft bleiben. Zwar müssen für den Bau der U4-Verlängerung auf die Horner Geest rund 770 Bäume, Sträucher und Büsche entfernt werden. Aber auf den betroffenen Flächen, die für Baustellen und Baustelleneinrichtungsflächen genutzt werden, wird nachgepflanzt, sobald ein Bauabschnitt fertiggestellt ist- und das mit heimischen Bäumen, die größer sind als üblich, wenn sie gepflanzt werden. Alle wichtigen Fakten zu Horns grüner Zukunft finden Sie in der Grafik (Zum Vergrößern der Grafik bitte hier klicken).

Horn bleibt grün

Entlang einer groben Zeitachse zeigt die Grafik, wie die Neubegrünung vor Ort aussehen kann – und das nicht nur längs der Manshardtstraße. Auch auf den Flächen, u.a. Am Gojenboom, Meurerweg, Lisa-Niebank-Weg und Sandkamp, wird die HOCHBAHN nachpflanzen und je nach Lage Straßen, Geh- und Radwege erneuern, sobald die Bauarbeiten in dem Bereich fertig sind.

Unterm Strich steht: Lange bevor die U-Bahn fährt, grünt es entlang der Strecke schon wieder. Damit sind die Menschen in Zukunft nicht nur umweltfreundlich mit der U-Bahn unterwegs. Auch an den Bau der U-Bahn wird dann oberirdisch nichts mehr erinnern, denn Horn ist und bleibt grün.

Wenn wir die Baugenehmigung haben, werden wir das Baufeld vorbereiten und dafür die Bäume, Sträucher und Büsche entfernen. Aber auch hier gilt: Wir arbeiten uns Abschnitt für Abschnitt vor, voraussichtlich von 2020 bis 2022.


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(Stand: 10.09.2019)

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Hamburg sollte alle Projekte umsetzen, die einen hohen Nutzen für die Bevölkerung bringen. Nun ist es allerdings so, dass es in Horn schon die U-Bahn Haltestelle "Horner Rennbahn" gibt. Die nur 1900 Meter kurze Strecke soll 511 Mio Euro kosten. Es hat sich herausgestellt, dass der Nutzen tatsächlich eher gering ausfallen würde und dass eine Kapazitätsausweitung der Busse die Bedarfe zukünftig decken kann. Für dieses Projekt sollen mindestens 770 Bäume gefällt werden. In der Summe stellt sich dieses Projekt genauso fragwürdig dar, wie das bereits 2014 von den Grünen gesehen wurde. Quelle: blog.zeit.de/hamburg/senat-verkehrsplan/:. "So bemängeln die Grünen das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Großprojekts: "Hier soll sehr viel Geld in der Erde vergraben werden. Hamburg braucht Investitionen in einen attraktiven Nahverkehr, aber für den Preis einer neuen U-Bahn-Linie könnte Hamburg ein ganzes Stadtbahn-Netz bekommen und die S4 und die S21 in Umland noch obendrauf", sagte Jens Kerstan, haushaltspolitischer Sprecher und Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion."
Warum die Grünen allerdings nun Grünes Licht für den Bau geben, zeigt wie verworren die Situation ist. Getreu dem Motto "Heute so" "Morgen so". Darüber hinaus wird bei Ihrem Blog nicht erwähnt, dass es eigentlich 2000 Bäume sein müssten die nachgepflanzt werden müssten. Sie planen aber nur etwa 25% davon, die anderen Bäume können aus Platzgründen nicht kommen. Es wird Ausgleichszahlungen geben. Warum erwähnen Sie nicht, dass die Platanen deshalb gepflanzt worden sind, weil sie besonders resistent gegen Schmutz und widerstandsfähig sind. Die Stadt pflanzt doch weiterhin Platanen in Hamburg ein. Nur nicht mehr anscheinend in Horn. Es ist sehr traurig mit anzusehen, dass die Hochbahn schreibt, dass angeblich dieselbe Grünqualität erreichen wird, wie jetzt. Das stimmt leider nicht.

Vielen Dank für Ihre Anmerkung.

Mit der U4-Verlängerung auf die Horner Geest werden erstmalig 13.000 Anwohnerinnen und Anwohner an das Schnellbahnnetz angeschlossen. Daneben profitieren aber auch Menschen aus benachbarten Stadtteilen wie Jenfeld, Billstedt und Wandsbek von den beiden neuen U4-Haltestellen, da sie hier schneller von Fahrrad oder Bus in die U-Bahn umsteigen – und somit insgesamt schneller durch die Stadt kommen. Werktags werden rund 24.000 Fahrgäste auf dem Abschnitt Stoltenstraße bis Horner Rennbahn prognostiziert.

Einfach mehr Busse einzusetzen anstelle einer U-Bahn, ist keine nachhaltige Lösung für die Zukunft. Denn dann würden die Straßen immer voller, die Busse nur langsam vorankommen, die Luftqualität schlechter und der Stadtteil damit weniger lebenswert. Die U4 bietet den Menschen vor Ort ein schnelles, umweltfreundliches, barrierefreies und bequemes Transportmittel - ein guter Grund, um auf den ÖPNV umzusteigen.

Es ist bedauerlich, dass durch den Bau der U4 leider auch einige ältere Bäume gefällt werden müssen. Entlang der Manshardtstraße betrifft dies die Platanen, die zwar in der Vergangenheit häufig an Straßen angepflanzt wurden, weil sie nicht so sehr unter der Luftverschmutzung durch Autos leiden wie andere Bäume. Dafür haben sie als nichtheimische Arten aber eine geringe ökologische Funktion. Das heißt, dass sie als Lebensraum für hiesige Tierarten eher uninteressant sind. Deswegen sollen in der Manshardtstraße nach Abschluss der Bauarbeiten einheimische Bäume nachgepflanzt werden. Anders als Platanen haben diese einen höheren Nutzen für das Ökosystem – und diesen können die neuen Bäume schneller wieder zeigen, da sie bei der Anpflanzung bereits größer und älter sein werden als üblich.

Mehr Bäume können vor Ort nicht gepflanzt werden, weil zu eng nebeneinander gepflanzte Bäume nicht anwachsen bzw. sich gegenseitig den Lebensraum wegnehmen. Als Ausgleich werden weitere Bäume, die aus naturschutzfachlichen Erwägungen und zur Förderung des Stadt- und Landschaftsbildes in Hamburg sinnvoll sind, in Horn, im Bezirk Hamburg-Mitte sowie stadtweit gepflanzt werden.