Karte zeigt U-Bahn-Netzausbau Hamburgs

Klimafreundlich unterwegs in Hamburg

Beim U-Bahn-Bau entsteht Kohlendioxid. Warum lohnt es sich trotzdem, in neue U-Bahn-Strecken zu investieren?

Wer in einer Großstadt wie Hamburg sehr viele Menschen klimafreundlich und emissionsarm von A nach B bringen möchte, braucht dafür U- oder S-Bahnen. Kein anderes Verkehrsmittel stellt eine derartig nachhaltige Alternative zum privaten Pkw dar. Dazu kommt, dass Hamburg weiter wächst – und damit auch das schon heute hohe Verkehrsaufkommen. Nur mit dem Ausbau des U-Bahn-Netzes sind die Klimaziele, unter anderem den Modal-Split-Anteil des ÖPNV auf 30 Prozent zu steigern, zu erreichen. Der Schnellbahn-Netzausbau – und damit die U5 – ist einer der wesentlichen Bestandteile der Mobilitätswende.

Reicht es dann nicht, eine Stadtbahn zu bauen?

Mit ihrer deutlich geringeren Kapazität stellt die Stadtbahn keine Alternative zur U5 dar. Zum Vergleich: Ein U-Bahn-Zug (120 Meter Länge) kann etwa 800 Menschen befördern. Dagegen passen in eine Stadtbahn (36 Meter lang) nur 240 Personen. Zudem wird der Verkehr mit dem Ausbau des U-Bahn-Netzes unter die Straße verlegt. Oberirdisch wird es nicht nur leiser. Auch die städtische Infrastruktur wird entlastet und Verkehrsflächen werden für andere Nutzungen frei, etwa für breitere Rad- oder Fußwege. Damit entsteht die Chance, das Umfeld ganz neu zu gestalten und am Ende mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität für alle Menschen in Hamburg.

Was wird die U5 konkret einsparen?

Grundsätzlich kann die U5 alle 90 Sekunden fahren. Mit diesem engen Takt in einem vollautomatischen System bietet sie die besten Voraussetzungen, um noch mehr Menschen schneller durch die Stadt zu bringen. Nach der Fertigstellung werden mehr als 270.000 Fahrgäste täglich die U5 nutzen. Millionen Pkw-Fahrten werden damit vermieden – mit entsprechenden Effekten auf CO2-Minderung, andere Schadstoffemissionen, Lärmvermeidung, Staukosten, Unfallkosten – und das nicht nur für die nächsten 100 Jahre.

Was tut die HOCHBAHN, um die U5 so nachhaltig wie möglich zu bauen?

Bereits in der Planung spielen Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte eine deutlich stärkere Rolle als noch vor ein paar Jahren. Ein wesentlicher Punkt in den aktuellen und kommenden Planungsschritten ist, die Möglichkeiten zur Verringerung von Treibhausgasemissionen beim Bau intensiv zu prüfen und entsprechend der technischen Möglichkeiten zu integrieren. Vor allem die CO2-Last des Gesamtprojekts soll nachweislich reduziert werden. Ziel ist dabei, Reduzierungspotenziale auch auf Material- und Bauteilebene zu finden. Damit leistet die HOCHBAHN Pionierarbeit, denn die Reduzierung von CO2-Lasten in einem Infrastrukturprojekt dieser Größenordnung spielte bisher eine untergeordnete und wenig beachtete Rolle.

Weitere Nachhaltigkeitsaspekte, die die HOCHBAHN freiwillig noch betrachtet, sind Ressourcenschutz, Produktionsbedingungen, Langlebigkeit, Instandhaltungsfreundlichkeit, Nutzbarkeit sowie ein aktives Bodenmanagementkonzept.



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(Stand: 04.10.2021)

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