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U5 St. Georg: Variante Barcastraße I

Eine weitere Variante, die in der Vorplanung für die Haltestellenlage in St. Georg aktuell vertieft untersucht wird: Diese liegt größtenteils unter der Barcastraße vor dem AK St. Georg.

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U5 St. Georg: Variante Lange Reihe

In der Vorplanung werden in St. Georg aktuell drei Haltestellenlagen vertieft untersucht. Diese Lage befindet sich unter der Langen Reihe zwischen Schmilinskystraße und Lohmühlenstraße. Jetzt sind Sie gefragt: Teilen Sie uns Ihre Hinweise und Anregungen zur dieser Haltestellen-Variante mit!

* Hinweis zu den eingezeichneten Zugängen: Diese dienen nur der Veranschaulichung. Wo Treppen, Fahrtreppen und Aufzüge am Ende genau liegen werden, ist Gegenstand der vertieften Planung.

Kommentare

Die Variante "Lange Reihe" bietet unter den drei betrachteten Stationsstandorten vermutlich die beste Erschließungswirkung, da die Stationszugänge im Kreuzungsbereich Lange Reihe/Schmilinskystraße und am Lohmühlenpark die beiden wichtigen Verkehrsziele Lange Reihe als zentrale Geschäfts- und Ausgehstraße und AK St. Georg sehr günstig erschlössen. Die beiden weiter nördlich gelegenen Varianten dürften demgegenüber in Hinblick auf die Erschließungswirkung weniger vorteilhaft sein, insbesondere die jeweils nördlich gelegenen Stationsausgänge führten vorwiegend in Richtung unbebauter und auch langfristig nicht für eine Bebauung zur Verfügung stehender Flächen.

Ein möglicher Nachteil der Variante "Lange Reihe" besteht im begrenzten Straßenquerschnitt in diesem Bereich, d.h. es ist fraglich, ob die Stationszugänge innerhalb der jetzigen Aufteilung der Verkehrsflächen untergebracht werden können. Ggf. wäre hier der Rückbau der Parkplatzbatterie zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen zu prüfen, sodass die Fahrbahnen auf die jetzige Parkplatzfläche verschwenkt und die jetzigen Fahrbahnflächen dem Bürgersteig zugeschlagen werden können, auf dem auch die Stationszugänge unterzubringen sind. Es wäre dabei jedoch zu prüfen, ob für die wegfallenden Parkstände Ersatz erforderlich ist.

Bis 2040 oder wann immer die Bahn hier sein wird, wird der private Autoverkehr sich im Innenstadtbereich hoffentlich endlich erledigt haben! Also denken wir uns das Ganze völlig ohne Parkplätze - außer einigen wenigen für körperlich eingeschränkte Anwohnende! Das wird schön!

Genau meine Gedanken. Warum den Status Quo erhalten? Lange Reihe und angrenzende Straßen dicht machen für den Autoverkehr, Busse raus aus der Langen Reihe und durch die neuen autonomen Kleinbusse ersetzen, die die letzten Meter ab U-Bahn-Haltestelle übernehmen könnten. Metro 6/17 über An der Alster oder Steindamm leiten.

Wie schön war es an den Tagen von G20 in der Straße!!!!! Die Außengastro kann sich ausbreiten und Fuß- und Radfahrer haben endlich Platz. Aber: Sperrung darf nicht zur Mehrbelastung angrenzender Straßen führen durch Ausweichverkehr und Moia- und Taxischleichverkehr!!!! Insbesondere in der Nacht.

Und dann passt auch die für die Gäste und Einwohner beste Haltestellenlage Lange Reihe, die die Fahrgastströme St. Georgs als auch des Krankenhauses bestens abdeckt. Was nützt die Alternative Barcastr, wenn dort nur ein Ausgang genutzt wird????

Diese Version finde ich für den Stadtteil die mit dem geringsten nutzen. Der Hbf ist von der Schiminskystr. Nur 8min zu Fuß entfernt und die Fußgängerwege sind dort im Vgl. zu den anderen Versionen sehr eng.

- Autofreie Innenstadt
Das geht leider völlig am Thema vorbei.

- Groß denken
Der Vorschlag suggeriert eine Vision wie sie zuletzt beim "Shared-Space-Konzept" auflebte. Dieses sowie das mit der Kommunaltrasse (nur Bus- und Lieferverkehr - siehe Mö) oder im Extremen als Fußgängerzone stieß sowohl bei Gewerbetreibenden (z.T. auch Gastronomen) als auch bei Anwohnern auf massive Kritik. Erstere fürchten durch fehlene Park- und Liefermöglichkeiten massive Umsatzeinbußen. Letztere sind jetzt schon genervt von Partygängern und Touristen, die abends gerne mal "die Sau rauslassen". Schanze und St. Pauli lassen grüßen.

- Zu eng für Wege und zu nah am Hbf
Das Argument ist meiner Meinung nach schwach. Zum einen wird die Hochbahn die gültigen Regelwerke beachten müssen, wie die Verkehrsflächen nach dem U-Bahn-Bau ausreichend groß gestaltet werden. Zum anderen ist das entscheidende Kriterium die Erschließungswirkung (näher an den Leuten = mehr Fahrgäste; im Expertensprech: Quell- und Zielverkehre), nicht die Entfernung zwischen den Stationen. Dass jetzt die beiden Stationen sich untereinander Fahrgäste wegnehmen, sehe ich nicht. Eher dann eine Entlastung der hochfrequentierten Station Hbf.

Zu Ihrem Kommentar zur autofreien Innenstadt und "Shared-Space-Konzept" folgende Anmerkung:

Im bevorstehenden Bürgerschaftswahlkampf platziert sich die Fraktion "Die Grünen" mit einer autofreien Innenstadt und nimmt hier Trends und Meinungsveränderung der Wählerschaft auf. Und wie die Bezirkswahlen in diesem Jahr gezeigt hat, tragen die Menschen diese Politik, insbesondere hier in St. Georg, wo sie Spitzenwerte eingefahren haben.

Die von Ihnen dargestellten Meinungen der Geschäftsleute zum damals angedachten Umbau der Langen Reihe sind viele Jahre alt. Die Realisierung einer durch den U-Bahn-Bau möglichen Kommunaltrasse oder Fußgängerzone wird frühestens in 15 Jahren nach Fertigstellung der U-Bahn machbar sein. Bis dahin wird sich die Geschäftsstruktur der Langen Reihe mehrfach gewandelt haben. Ich bin jetzt 10 Jahre im Stadtteil und schon in dieser kurzen Zeit hat sich die Straße zur Gastromeile entwickelt, die es früher noch nicht war. Somit mögen die damals geäußerten Meinungen der Geschäftsleute heute eh nicht mehr gelten, da diese ihre Läden aufgeben mussten. Trotz Parkplätzen vor der Tür. Die heutige Gastroszene wird einen Umbau sicher begrüßen. Leben ist Wandel.

Die Ausgänge an der Schmylinskistraße und der Barcastraße liegen ideal.
Das Krankenhaus St. Georg ist gut zu erreichen und die Ausgänge zur Langen Reihe ebenfalls.
Der Straßenquerschnitt ermöglicht eine gute Ausnutzung, auch während der Bauphase.
Meines Erachtens sollte man die Parkbatterie komplett aufgeben und die Zugänge in die Straßenmitte planen,
so wie es momentan am Steindamm/ Stiftstraße geschehen ist.
Die Parkbatterie stört schon heute das Erscheinungsbild des Straßenraumes und man könnte in diesem Bereich
eine schöne Platzgestaltung herbeiführen.
Der Vorteil wäre auch jeweils nur ein Erschließungsbauwerk an den Enden und nicht 4 Zugänge.
An der Kreuzung Lange Reihe/ Schmylinskistraße sind schon heute Fußgängerampeln, die man beibehalten könnte.

Zur Beförderung der Geschäfte und der "Ausgeh-Szene" wäre ein Ausgang direkt an der Schmilinskystraße sicher ideal.
Aber:
- in der sog. offenen Bauphase der Ausgänge werden dies einzelne direkte Anliegerbetriebe gar nicht überleben und
- in der Langen Reihe wird tatsächlich noch gewohnt.

Der Fortfall von Parkraum wird sich weiter fortsetzen durch weitere E-Ladestationen und neue "Wegstellflächen" für die E-Roller (sie gehören nicht auf öffentliche GEHwege).
Michael Schwarz

So schreibt es zumindest die Hochbahn in ihren Begründungen für die Notwendigkeit der U5. Also wird es wohl eher keine „Umleitungsstrecken“ geben, sondern Platz für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer*innen. Hoffe ich. Die Unannehmlichkeiten der Bau-Jahrzehnte sollten sich doch lohnen!

Hier macht die Haltestelle an meisten Sinn und die Ausgänge führen mitten ins Leben. Die Bauzeit wird nicht easy aber ich könnte mir vorstellen, dass eine überdachte Baustelle mit kreativen, kulturellen und grünen Angeboten auf dem Dach eine tolle Lösung sein könnte. Der Verkehr kann evtl. während der Bauzeit ohne Probleme über Schmilinskystrasse-Knorrestrasse-Bülausstrasse umgeleitet werden.

Die östlichen Ausgänge der beiden Alternativen Barcastraße I und II führen "direkter" zur lebendigen Freizeitgestaltung an der Alster. Der Ausgang an der Schmilinskystraße führt m. E. nicht "mitten ins Leben", sondern zum Konkurs einzelner Geschäfte.
Die Baustelle erfolgt unterirdisch. Nur die beiden Ausgänge müssen als offene Baustelle eingerichtet werden. Sie bräuchten also zwei "Dachkonzepte".

Auch die Erfahrungen aus dem Programm der "Busbeschleunigung Lange Reihe" sprechen m. E. eher NICHT für eine Umleitung des gesamten Verkehrs (inkl. der MetroBusse 6 ud 17) durch die "Schmilinskystrasse-Knorrestrasse-Bülausstrasse".
Gab es dazu schon Rückmeldung von den AnwohnerInnen dieser drei Wohnstraßen?
Michael Schwarz

Hallo Herr Schwarz,

die Haltestellen sollen nach aktuellem Planungsstand offen gebaut werden. Ein Verkehrskonzept für die Bauphase ist Teil der kommenden vertieften Planung. Bereits sehr frühzeitig bindet die HOCHBAHN die Anwohnerinnen und Anwohner, Institutionen im Stadtteil sowie Gewerbetreibende in den laufenden Planungsprozess ein, informiert und beteiligt sie.

Entlang der gesamten Strecke der U5 sind dafür mehrere Ansprechpartner im Dialog mit den Menschen vor Ort. Für St. Georg ist dies Frederik Simmat. Die Kontaktdaten von Herrn Simmat finden Sie hier. Er freut sich über einen regen Austausch mit den Anwohnern.

Die Lange Reihe ist die Pulsader Sankt Georgs. Die Störung der Anwohner, Ladenbesitzer und Gastronomen ist durch die langanhaltende Baustelle erheblich. Elementare bauzeitliche Störungen sollten von den Planern nicht als nur vorübergehend abgetan werden.
Man geht von dem geplanten Zugang Schmilinskystraße bis zum Zugang AK Sankt Georg weniger als 60 Sekunden zu Fuß! Die 2 Zugänge in der Langen Reihe können doch nicht städteplanerisch unbedingt nötig sein. Ich bin der Meinung, dass wir in Sankt Georg nur den Zugang AK Sankt Georg brauchen und den zweiten Zugang in der Barcastraße (Variante I oder II) schaffen sollten. Dieser Zugang würde neue Möglichkeiten schaffen (Außenalsterzugang, Hohenfelde, Alsterschwimmhalle,..) und einen überflüssigen 2. Zugang in der Schmilinkystraße vermeiden und das bunte Leben der Langen Reihe erhalten.

An welche "elementare bauzeitliche Störungen" denken Sie, die das bunte Leben in der Langen Reihe sterben lässt? Über den Auswirkungen von Störungen kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein.

Zur Lage des Haltestelleneinganges "Schmilinskystr" eine andere Rechnung mit folgenden Annahmen:

5000 Menschen mit Zielgebiet Lange Reihe/Koppel/St. Georg (Berufstätige/Szenegänger/Einwohner) nutzen an 250 Arbeitstagen im Jahr den Ausgang Krankenhaus statt Schmilinskystr. und müssen dadurch jeweils 1 Minute länger gehen (Ihre zeitliche Annahme). Rechnerisch ergibt da bei einem Arbeitsleben von 40 Jahren die gigantische Zahl von 1.666.666 Stunden Lebenszeit aller Fahrgäste, die durch die Verlagerung des Einganges verloren gehen (2 min. täglich x 250 Tage pro Jahr x 40 Arbeitsjahre x 5000 Menschen). Und das ganze können Sie jetzt noch beliebig mindestens mit 3 multiplizieren, da das Bauwerk mind. 120 Jahre genutzt werden wird.

Wie hoch dagegen ist jetzt der volkswirtschaftliche Schaden der Anwohner während der Bauzeit der Haltestelle Lange Reihe?

Das Buschaos in der Langen Reihe wird immer schlimmer - trotz oder wegen der sog. Busbeschleunigung. Statt jahrelangem zusätzlichem Baustellenchos sollte eine ÖPNV-Lösung gefunden werden, die die Situation viel früher als in 2 Jahrzehnten entschärft, wenn die U5 frühestens fertig ist.

Welche ÖPNV-Lösung konkret schwebt Ihnen vor?
Was konkret ist durch das "Busbeschleunigungsprogramm Lange Reihe" schlimmer geworden? (Ihr Zitat "wegen" der sog. Busbeschleunigung)
Michael Schwarz

deren Planung vor einigen Jahren mindestens so weit fortgeschritten war, wie jetzt die der U5: Preiswerter, schneller zu realisieren, umweltverträglicher.

Ich habe den Eindruck, dass entgegenkommende Busse seit den Umbauten für die „Busbeschleunigung“ wesentlich schlechter aneinander vorbeifahren können, was des Öfteren zu Zeit raubenden Manövern mit Rückwärtsfahren etc. führt. Also, dass die Busse zügiger fahren würden, könnte ich nicht beobachten. Ist Ihr Eindruck anders?

Als langjähriger Bewohner des Stadtteils bevorzuge ich diese Variante, weil sie am dichtesten am Kern von St. Georg ist und langfristig am sinnvollsten erscheint. Viele Punkte im Kommentar vom 15.08. entsprechen auch meiner Sichtweise.

Die Zugänge zur künftigen U-Bahn-Station kann ich mir im aktuellen Straßenbild gut mittig bei den Parkplätzen vorstellen. Den einen im Bereich Fußgängerinsel vor der Kreuzung Schmilinkystraße und den anderen in Höhe Lohmühlenpark vor der Kreuzung Lohmühlenstraße.

Aufgrund der bestehenden Bebauung gehe ich davon aus, dass die Station in einer großen Tiefenlage realisiert wird, so dass sich sowohl Zwischenebene nebst Ausgängen und die darüber befindliche Oberflächengestaltung in einer Detailplanung relativ variabel gestalten dürfte. Dabei sollten in den Nebenflächen möglichst viele Parkplätze zu erhalten bleiben. Auf denen wird nicht nur geparkt, sondern sie dienen auch als Baustellen-Flächen für Handwerker, die in der Nähe Wohnungen renovieren oder geben Straßenfesten den notwendigen Raum, Car-Sharing-Anbietern Abstell-Möglichkeiten und gerade hier: Vorbereitung der Trucks für die Demo beim Christopher-Street-Day.

Einige Argumente in den Kommentaren zu Barcastraße I und II halte ich auf langfristige Sicht für nicht haltbar. Kinder werden irgendwann erwachsen und die Alsterschwimmhalle ist aufgrund der Beton-Glas-Konstruktion sehr unterhaltungsintensiv. Zukunft ungewiss. Ebenso sollte der Zusammenhang von Nutzung der U5 und dem Freizeitverhalten an warmen Tagen am Alstervorland eher kritisch bewertet werden. Im Alltagsleben der Bewohner von St. Georg ist das völlig nebensächlich.

Gibt es eigentlich einen Entschädigungsfond für die Finanzeinbußen der Gewerber während der langen Bauzeit bei dieser Variante? Ich würde es sehr schade finden, wenn die Eisdiele, Peter Pane, Frau Möller, Bistro Neumann und die anderen Läden dichtmachen. Es wird wohl kaum noch Kunden während der Bauzeit geben. Finde die Barcavariante 2 am besten.

Vielen Dank für Ihre Anmerkung. Uns ist bewusst, dass der Bau der U5 für die Anliegerinnen und Anlieger Beeinträchtigungen mit sich bringen kann. Deswegen ist das Ziel unserer Planungen auch, solche Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Derzeit befinden wir uns aber noch in einem sehr frühen Stadium der Planung. Das bedeutet, dass wir sowohl hinsichtlich der Haltestellenlage als auch der Bauverfahren noch in der Abwägung sind. Welche Anlieger in welchem Maß vom Bau der U5 beeinträchtigt werden könnten, steht somit erst zu einem späteren Planungsstand fest. Im anschließenden Planfeststellungsverfahren prüft die Planfeststellungsbehörde die Zumutbarkeit der Beeinträchtigung und entscheidet, ob ggf. Entschädigungszahlen durch die HOCHBAHN zu leisten sind. Ein Entschädigungsfonds für finanzielle Einbußen der Gewerbetreibenden ist daher weder erforderlich noch vorgesehen.

Wenn Grundstücke privater Eigentümer für U-Bahn-Anlagen dauerhaft oder vorübergehend für deren Bau in Anspruch genommen werden müssen, haben die Eigentümer Anspruch auf angemessene Entschädigung. Dies gilt für oberirdische und unterirdische Inanspruchnahmen gleichermaßen.

Alles Andere ist eine jahrelange Zumutung bis Katastrophe für Anwohner und Alle, die im Umfeld der Baustellen etwas zu erledigen haben. Wer in Berlin die U5-Baustelle im deutlich luftiger bebauten Innenstadtbereich gesehen hat, weiß, was ich meine.
Wie sollen eigentlich das Baumaterial herangeschafft und der Aushub abtransportiert werden? Wo sollen die Baumaschinen stehen, manövrieren etc.?

Vielen Dank für Ihre Anmerkung. Uns ist bewusst, dass der Bau der U5 für die Anliegerinnen und Anlieger Beeinträchtigungen mit sich bringen kann. Deswegen ist das Ziel unserer Planungen auch, diese Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Derzeit befinden wir uns aber noch in einem sehr frühen Stadium der Planung. Das bedeutet, dass wir sowohl hinsichtlich der Haltestellenlage als auch der Bauverfahren noch in der Abwägung sind. Auch das finale Baustellenkonzept ist Gegenstand der weiteren vertieften Planung, da es unter anderem abhängig von der endgültigen Lage der Haltestelle ist. Mögliche Auswirkungen auf die Oberfläche durch Baumaschinen o.ä. können daher erst im Laufe der weiteren Planung dargestellt werden.

Bereits sehr früh bindet die HOCHBAHN die Menschen im Stadtteil in den laufenden Planungsprozess ein. Über Projektfortschritte halten wir Sie auf dem Laufenden, u.a. auf dieser Website.

Der Eingang Lange Reihe/Ecke Schmilinskystrasse ist völlig unnötig. Von dort sind es zu Fuß kaum 8 Minuten bis zum Hauptbahnhof. Für die Bewohner von St. Georg müssen diese Eingänge nicht sein. Eher sinnvoll wäre es für die Bewohner von Hohenfelde einen näheren Zugang zur U Bahn zu bekommen. Daher sind die Varianten 2 und 3 sinnvoller. Zudem wäre es für alle, die zur Alster wollen besser einen nahen Zu-/Ausgang in Alsternähe zu haben.
Es wurde ja bereits in anderen Kommentaren darauf hingewiesen, dass die Lange Reihe bewohnt und von der Gastronomie und Ladengeschäften belebt ist. Bei dieser Variante werden die Anwohner und die Gewerbe am Stärksten in der Bauphase am stärksten belastet.

Es gibt auch Einwohner von St. Georg, die z.B. in die City Nord pendeln. Denen würde der Eingang schon etwas bringen, nämlich viel kürzere Fußwege. "Sinnfrei" ist er deshalb nicht.

Danke Nachbar/in, ich gehöre auch zu denen, die ihren Lohn und ihr Brot in der City-Nord verdienen. Werde von der U-Bahn im Arbeitsleben nicht mehr ganz so viel davon haben, da ich bei Eröffnung der Linie wohl schon in den Ruhestand treten werde. Aber es wird ja noch Generationen nach mir geben, die dort 5 x wöchentlich hinpendeln werden und in St. Georg leben.

Dafür kann ich dann mit meinem Rollator schön bequem an der nächsten Straßenecke in die U-Bahn einsteigen. Quasi direkt vor der Haustür. Das wird ein tolles Rentnerleben! Eine Station Barcastraße ist da schon weit beschwerlicher zu erreichen, wenn der Körper nicht mehr mitmacht.

Und ich werde garantiert nicht die U-Bahn Barcastraße nutzen, um mit einem dort vorhandenen behindertengerechten Ausgang die Alster erreichen zu können. Es fehlt mir nämlich an Fantasie, wie ich auf Höhenniveau der heutigen Unterquerung (auch der geplante Umbau der Hohenfelder Brücken wird die Gesamtsituation nicht verändern) behindertengerecht "ausgespuckt" werde, um dann die Schwanenwikbrücke unterqueren zu müssen und um dann über die heutige ziemlich beschwerliche Schräge mit meinem Rollator (später mit dem Rollstuhl) mindestens 5 m Höhenunterschied bis auf Straßen- und Brückenniveau überwinden soll.

Die Argumente der Barcastraßenbefürworter sind ziemlich unsinnig, weit hergeholt (welche überwiegend jungen Gäste der Schwanenwie-Wiese fahren im Sommer ernsthaft mit dem ÖPNV dort hin? Ich sehe viele Leute aus den benachbarten Stadtteilen, die auch häufig mit Fahrrädern anreisen).

Mein Eindruck: Hier wollen NIMBYS die beste Lösung Station Lange Reihe im Herzen St. Georgs wegdiskutieren.

Nein, ich bin für den altengerechten Umbau Hamburgs und für eine Station im Herzen der Langen Reihe!

Jemand in die City Nord pendelt, kann niemand vorhersehen. Ebenso wenig, wie sich das Alsterumfeld und die Lange Reihe in diesem Zeitraum oder gar in den 100 Jahren, für die die Hochbahn plant, entwickeln werden.

Vielleicht ist eine Ubahnlinie ein viel zu starres Verkehrskonzept fürs 21. und 22. Jahrhundert?

Ja, wir wissen nicht, wie sich die Nutzungen der Flächen in der Stadt verändern. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ganze Viertel sich substanziell ändern ist doch sehr gering. Und bestimmte Annahmen müssen Sie immer machenbei Großprojekten.

Was ist denn Ihre Alternative? Nichts machen und den vollständigen Verkehrskollaps einer wachsenden Stadt in Kauf nehmen?

Ich fahre täglich über die Lange Reihe zur Arbeit. Ich habe mich sehr gefreut, dass die Lange Reihe zwischen der Bülaustraße und der Schmilinskystraße durch die Straßenerneuerung in diesem Abshnitt eine gute sichere Fahrradspur erhalten hat.
Bei dieser geplanten Variante würde die neue Straße wieder komplett zerstört werden (Steuergelder verschwendet werden), und es würde eine gefährliche Verengung um 50% oder mehr durch die riesige offene Baugrube über viele Jahre entstehen. Dann müssten sich Autos, Busse, LKWs, Fahrradfahrer unf Fußgänger auf einer schmalen Spur an der Baugrube vorbeischlängeln, und evt. stehen ja auch noch die Tische der Außengastronomie im Wege.
Ist diese Variante wirklich ernst gemeint??
Und wenn der Müll von Peter Pane mit dem LKW entsorgt wird oder Budni beliefert wird, dann wird es für die Bewohner und den Durchgangsverkehr ein nervenaufreibender gefährlicher Albtraum.
Es gibt sinnvollere Varianten.

Die Beschreibung des Ist-Zustandes teile ich nicht. Die Radfahrstreifen sind zu schmal und schützen vor den überholenden Bussen nicht. Die den Schutzraum nicht immer respektieren. Permanent Ein- und ausparkende Autos am EDEKA gefährden auch.

Also schlechter kann es während der Bauzeit nicht werden. Es ist eher davon auszugehen, dass sich der vom Hauptbahnhof entstehende Durchgangsverkehr andere Wege suchen wird. Dieser muss allerdings geschickt gelenkt werden. Wohnstraßen wie z. B. die parallel verlaufende Koppel müssen hier tabu bleiben.

In den Kommentaren bei den drei vorgeschlagenen Haltestellenvarianten in St. Georg wird von Betroffenen versucht, die Lage aufgrund der bauzeitlich bedingten Einschränkungen in Richtung der Varianten Barcastraße I bzw. II weg zu argumentieren.

In der Machbarkeitsstudie http://suche.transparenz.hamburg.de/dataset/ergebnisbericht-machbarkeits... auf Seite 73 wird dargestellt, dass zwischen den Haltestellen St. Georg und Uhlenhorst aufgrund betrieblicher Notwendigkeiten ein sogenannter doppelter Gleiswechsel einzubauen ist. Dieser solle in offener Baugrube erfolgen.

Frage 1:

In dieser Studie wurden die Varianten Barcastraße nicht untersucht. Wo befindet sich der Gleiswechsel und damit die zusätzlichen offene(n) Baugruben? Weiterhin zwischen den beiden Haltestellen oder muss der Gleiswechsel zwischen den Haltestellen St. Georg und Hauptbahnhof Nord gebaut werden? Falls letzteres der Fall wäre, würde in der Lage der Haltestelle Lange Reihe in jedem Fall eine Baugrube entstehen müssen, so dass die Belastungen für die Anwohner der Langen Reihe in jedem Fall vorliegen und die Argumente aufgrund der Ziel- und Quellverklare klar PRO Haltestelle Lange Reihe ausfallen.

Des Weiteren wird hier in den Kommentaren ein riesiger Bedarf für einen Ausgang in der Hohenfelder Bucht zur Alster gesehen. Die Alster müsse aufgrund der angeblich hohen Ziel- und Quellverkehre zwingend durch einen eigenen Ausgang der Station Barcastraße angebunden werden, obwohl die Alster und auch das Hotel im Graumannsweg bereits optimal durch die neue U-Bahn-Haltestelle Uhlenhorst angebunden wird. Angeblich beim Umbau der Verkehrsströme in der Hohenfelder Bucht zu erwartende Restaurations-Hot-Spots würden die Barcastraßenvarianten sinnvoll machen. Ich bezweifle diese Entwicklung sehr, da sich auch durch einen Umbau der Hohenfelder Bucht diese wegen der immer noch vorhandenen Verkehrsströme keine Aufenthaltsqualität ergeben wird. Erst recht werden diese Maßnahmen deswegen nicht dazu führen, dass ganz Hamburg jetzt dorthin will und dazu einen eigenen U-Bahn-Ausgang benötigt.

Frage 2:

Wie hoch sind die heutigen Fahrgastzahlen für die M 6/17-Bushaltestelle Graumannsweg im Verhältnis zur Haltestelle AK St. Georg? Rechtfertigen diese überhaupt einen Ausgang Hohenfelder Bucht oder sind diese so gering und damit zu vernachlässigen?

Um die optimale Lage einer Haltestelle zu finden, werden eine Vielzahl von Aspekten verglichen und gegeneinander abgewogen. Neben den baulichen und verkehrlichen Faktoren und den Faktoren der Stadtentwicklung sind dies auch betriebliche Anforderungen. Damit Sie die spätere U5 so zuverlässig wie möglich nutzen können, werden auch hier verschiedene Aspekte in der aktuellen Planung berücksichtigt. Die von Ihnen angesprochenen Gleiswechsel sind nötig, damit z.B. der Zug im Falle einer Störung diese umfahren oder an einer Haltestelle wenden kann. Eine Störung kann beispielsweise ein Rettungseinsatz auf dem Bahnsteig sein.

Das finale Konzept für die Gleiswechsel steht allerdings noch nicht fest und hängt noch von verschiedenen Faktoren wie bspw. der endgültigen Lage der Haltestellen ab. Mögliche Auswirkungen auf die Oberfläche durch Gleiswechsel und Abstellmöglichkeiten können daher erst im Laufe der weiteren vertiefenden Planungen dargestellt werden.

Zu Ihrer zweiten Frage:
Ein Vergleich von Fahrgastzahlen zu den von Ihnen angesprochenen Bus- und U-Bahn-Haltestelle wäre wenig aussagekräftig, um die Frage zu beantworten. Für die Bewertung der Nutzungsintensität eines Zugangs durch Besucher mit Ziel Außenalster ist es vielmehr wichtig, wo und wie nutzerfreundlich der Straßenzug „An der Alster“ künftig gequert werden kann, da dieser Umstand entscheidend für das Erreichen der Alster ist. Bei der Planung von Haltestellenausgängen wird zudem nicht nur berücksichtigt, welcher Ausgang wie häufig genutzt werden wird. Auch aus Brandschutzgründen ist es z.B. notwendig, an verschiedenen Stellen der Haltestelle Ausgänge bereit zu halten. Daher ist es nicht allein eine Frage der späteren Nutzer eines einzelnen Ausgangs, sondern in die Festlegung möglicher Ausgänge fließen auch noch andere Überlegungen hinein.