Guter Plan: Süße Linie mit vier neuen Namen

Bramfeld, Steilshoop, Barmbek Nord und City Nord (Stadtpark) – so sollen die Haltestellen auf dem ersten U5-Abschnitt zwischen Bramfeld und der City Nord in Zukunft heißen. Das ist das Ergebnis einer intensiven Beteiligung der Hamburgerinnen und Hamburger. Bereits in der 1. Runde, in der die HOCHBAHN zu geeigneten Vorschlägen aufgerufen hatte, wurden mehr als 2.100 Namensideen eingereicht, darunter kreative oder historische Beiträge wie „Zum Weltall“ (für die City Nord, wegen der Nähe zum Planetarium im Stadtpark) oder „Hochhausen“ (Steilshoop). Die zukünftige Doppelhaltestelle Sengelmannstraße (U1 und U5) war nicht Teil des Prozesses, da ihr Name schon feststeht.

Anhand eines Kriterienkatalogs von der HOCHBAHN geprüft, wählte eine Jury aus Vertretern des Stadtteils, des Bezirks und der Stadt zwei bis drei Favoriten aus, die Anfang Dezember dann in die finale Abstimmung gingen – und die Beteiligung wurde nochmal getoppt: Mehr als 17.000 Stimmen wurden für die elf Vorschläge insgesamt abgegeben.

HOCHBAHN-Chef Henrik Falk freut die enorme Resonanz für das Thema: „Das bestätigt uns, dass sich schon heute viele mit der U5 und ihren Haltestellen identifizieren. Die nun gewählten Namen zeigen auch, wie wichtig die Verknüpfung der Namen und Stadtteile ist, um für Orientierung im Schnellbahn-Netz zu sorgen.“

Auch Ursel Beckmann (Foto) aus dem Stadtteilbeirat Bramfeld, die als Jury-Mitglied beim Termin in Steilshoop dabei war, lobte die Einbindung der Öffentlichkeit, bei der alle Bürgerinnen und Bürger ihre Namensvorschläge einbringen konnten: „Es hat mir großen Spaß gemacht, in diesem Team zu diskutieren und gemeinsam den endgültigen Abstimmungsschritt für die öffentliche Auswahl der Haltestellennamen vorzubereiten und die Partizipation der Menschen in den Stadtteilen zu ermöglichen.“


Die Suche nach den passenden Namen ist eine Erfolgsgeschichte, die sich wiederholt: Bereits bei der U4 Horner Geest hatte die HOCHBAHN die späteren Fahrgäste an der Namenssuche beteiligt und viel positives Feedback auf die Einbeziehung der Menschen bekommen.

Welche Favoriten wie viele Stimmen erhalten haben, können Sie hier im Detail sehen:

U5-Haltestelle Bramfeld

U5-Haltestelle Steilshoop

U5-Haltestelle Barmbek Nord

U5-Haltestelle City Nord (Stadtpark)

Kräftige Farbe versüßt Öffi-Angebot

Doch die finalen Haltestellennamen waren nicht die einzige Neuigkeit, die Verkehrssenator Anjes Tjarks bei seinem Vor-Ort-Termin in Steilshoop im Gepäck hatte. Dort, wo bald das Versprechen einer U-Bahn-Haltestelle eingelöst wird, die den Menschen seit den 70er Jahren versprochen wurde, verkündete Tjarks, in welcher Farbe sich die U5 zukünftig auf dem Linienplan durch die Stadt schlängelt: Goldbraun wie Karamell.

Diese kräftige Farbe wird den Hamburgerinnen und Hamburgern in Zukunft das Öffi-Angebot versüßen. Damit fügt sich die Farbe des U5-Verlaufs harmonisch in den Liniennetzplan ein. Eine Lösung, die gar nicht so leicht zu finden war. 

Denn insgesamt zwölf farbenfrohe Schnellbahnlinien tummeln sich schon im dichten Gewirr des Übersichtsplans. Es musste also eine Farbe her, die weder schon vergeben war, noch einer bereits bestehenden Linienfarbe zu sehr ähnelt. Und diese sollte sich auch kontrastreich von den umliegenden Linien abheben, damit auch sehbehinderte Menschen sie erkennen können.

In einem gemeinsamen Prozess zwischen hvv, den Behörden, Vertreterinnen und Vertretern von Blinden- und Sehbehindertenverbänden sowie der HOCHBAHN wurde mit dem karamelligen Farbton die beste Lösung getroffen.

Aktueller Stand

Nach dem Erhalt des Planfeststellungsbeschlusses laufen seit Oktober 2021 die bauvorbereitenden Maßnahmen für die Leitungsverlegungen entlang des ersten U5-Abschnitts zwischen Bramfeld und der City Nord. Die Aufnahme des ersten Probebetriebs ist für 2027 vorgesehen.

 

Weitere Informationen


(Stand: 17.12.2021)

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Guten Tag,

das Abstimmungsergebnis bei der Haltestalle "Bramfeld" deutet nicht darauf hin, dass die Mehrheit der Personen, die an dieser Umfrage teilgenommen haben, den alleinigen Namen "Bramfeld" bevorzugt.
54% der Personen wollten laut des Tortendiagrammes oben den Dorfplatz im Stationsnamen.
Man hätte hier im Vorfeld anhand formaler Kriterien die Entscheidung für einen der beiden Namen "Bramfeld Dorfplatz"/"Bramfelder Dorfplatz" treffen müssen und dann den entsprechenden Favoriten gegen "Bramfeld" zur Wahl stellen müssen.
So wirft die Abstimmung leider ein falsches Licht auf das was wirklich als Name von der Mehrheit gewünscht wurde, nämlich "Bramfeld(er) Dorfplatz"...

Dem kann ich nur zustimmen! Ich glaube nicht, dass die Mehrheit für den Namen Bramfeld gestimmt hat. Dass es die Wahl zwischen Bramfeld Dorfplatz und Bramfelder Dorfplatz überhaupt gab, fand ich ohnehin schon lächerlich. Das hätte die Jury bereits vorab anhand vergleichbarer Stationsnamen und dem allgemeinen Sprachgebrauch festlegen können. Meine Überlegung hierzu: Andere Stationen heißen Niendorf Markt, Eidelstedt Zentrum, Langenhorn Markt, Wandsbek Markt - insofern ist der Name „Bramfeld Dorfplatz“ doch naheliegend

... mal gerade die Fahrplanauskunft bemüht und es gibt mindestens folgende Gegenbeispiele: Veddeler, Hammer, Winterhuder, Eppendorfer, Nienstedtener, Rothenburgsorter Marktplatz.

Dennoch gebe ich Ihnen recht, dass die Auswahloptionen unglücklich gewählt wurden. Es braucht jetzt eine Stichbefragung zwischen dem verbliebenen Marktplatz und Bramfeld solo.

Bloß gut, dass es auch zukünftig keinen „Dorfplatz“ im Schnellbahnnetz geben wird. Da kann man aufatmen, dass der vernünftige und richtige Name „Bramfeld“ gewählt wurde.

Genau das ging mir auch den den Kopf als mich jetzt das Abstimmungsergebnis zum ersten Mal sah. Die Mehrheit wollte eindeutig nichtr nur Bramfeld als Namen sondern eben auch den Dorfplatz. Eigentlich nicht schwer zu verstehen und reichlich formalistisch, den Namen Bramfeld zu bestimmen. Vielleicht ja ein gewolltes Ergebnsi?

Ich bin heilfroh, dass keine unnötigen Zusätze wie Dorfplatz und Zentrum gewonnen haben.

1. Sind diese Stationen die einzigen im jeweiligen Stadtteil. Somit überlegt keiner, wenn er ins Bramfelder Einkaufszentrum will, ob das in der Nähe vom Dorfplatz ist oder wenn jemand zum Fritz-Flinte-Ring (Steilshoop) will ob man da bis Campus Steilshoop fahren sollte. Steilshoop oder Bramfeld ist erst mal das Ziel und dann sieht man weiter.

2. Kurze Namen sind im Busdisplay immer gut einzeilig darstellbar und somit groß darstellbar, U Steilshoop bzw. U Bramfeld ist gut. Schlecht wäre ein kleines U in der oberen Zeile und in der unteren ein kaum lesbares Bramfeld Dorfplatz oder gar U Bramfeld Dorfpl.
Sowas haben wir schon bei U Steinfurther Allee...

In sofern ein geschickter Abstimmungsmodus (Mehrheitswahlrecht). Wir haben hier keine Koalition aus Bramfeld und Bramfeld, Dorfplatz gegeg die Opposition Bramfelder Dorfplatz ;)

Es wäre im Sinne der angekündigten Bürgerbeteiligung konsequenter gewesen, in Fällen, in denen kein Vorschlag eine absolute Mehrheit bekommt, die beiden besser platzierten Vorschläge nochmal in einer Stichwahl gegenüberzustellen, um eine möglichst große Zustimmung zu sichern. First-past-the-Post-Abstummungen sind auch bei politischen Abstimmungen kritisch zu beurteilen, da sie den geeignet sind, den Großteil des Wählerwillens unter den Tisch fallen zu lassen.

Vor allem bei "Barmbek Nord" mit 41 Prozent der Stimmen ist offensichtlich, dass die Mehrheit der Stimmen andere Präferenzen hatte.

Außerdem ist "Barmbek Nord" sachlich kaum haltbar, da die Station mit Ausnahme eines einzigen Zugangs im Südwesten vollständig in Ohlsdorf liegt. Es wäre sehr wünschenswert gewesen, wenn das Gremium, das die Vorauswahl der Namensvorschläge getroffen hat, auch die offiziellen Verwaltungsgrenzen überprüft hätte.

Guten Tag!
Ich verstehe das mit Bramfeld nicht so ganz. Die Mehrheit ist für den Haltestellennamen "Bramfeld", doch die Mehrheit ist auch für den Zusatz "Dorfplatz/ er Dorfplatz.
Das hat man anscheinend nicht beachtet..................

ist eine schöne Farbe. Glückwunsch zur Farbwahl.

Liebes HOCHBAHN-Team,
mit ein wenig Kopfschütteln habe ich Ihre Pressemitteilung von Freitag dem 17.12. mit den vier Haltestellen-Siegernamen, die aus der Bürgerbeteiligung hervorgegangen sind, zur Kenntnis genommen.
Zum einen wurden viele qualitativ gute, vielfach genannte Vorschläge mit Siegerpotenzial beim Ideenwettbewerb wie Bramfeld Markt, Hebebrandstraße, Gündgenstraße oder New-York-Ring gar nicht erst zur finalen Endabstimmung zugelassen.
Zum anderen, wenn man einen Blick auf die Auswahlmöglichkeiten bei der Endabstimmung wirft, lassen diese Raum zur Interpretation, dass hier strategisch Vorschläge ausgewählt wurden, die den Sieg der (vermeintlichen internen) Favoriten fast unumgänglich machten.
Wenn man es mal objektiv betrachtet war doch lediglich bei der künftigen Haltestelle „Barmbek Nord“ der Ausgang offen.
Bei der City Nord ging es lediglich um den Zusatz „(Stadtpark)“ (und das obwohl doch Zusätze in Klammern im Vorfeld nicht gewünscht waren), bei Steilshoop wurden so schlechte Alternativen angeboten, das „Steilshoop“ gewinnen musste (wobei wenn wir mal ehrlich sind jeder andere Name für diese Haltestelle auch Schwachsinn wär) und bei der Bramfelder Haltestelle fehlen mir schon fast die Worte (hier ja auch schon mehrfach angemerkt).
Am Ende des Tages wurde sich nach einem Ideenwettbewerb mit 2000 Vorschlägen und 17000 Abstimmungen für 3 der 4 Arbeitstitel entschieden, die ohnehin schon immer und überall in Verbindung mit dieser Linie zu lesen waren.
Was bleibt ist die Frage nach der Sinnhaftigkeit, dieser in meinen Augen reinen Marketing-Aktion, die vielleicht ein bisschen PR gebracht hat aber für den genauen Beobachter doch eher einen faden Beigeschmack hinterlässt, als ein großes Hurra.
Nichts desto trotz freuen wir uns alle auf dieses sinnvolle und lang herbeigesehnte Verkehrsmittel und ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung von diesem.
Herzlichst Ihr
Tobias Rüdiger

Man muss doch auch mal sagen, dass Straßennamen als Stationsnamen häufig einfach nicht hilfreich sind. Obwohl ich gebürtiger Hamburger bin, habe keine Ahnung wo die von Ihnen genannten Straßen liegen. Da sind die Namen der Stadtteile, insbesondere wenn es sich um die einzige Station in Stadtteil handelt, einfach deutlich klarer in Bezug auf die Lage der Station.

Wieviel Zeit man doch für eine Namensfndung aufwendet, nur um Bürgerbeteiligung zu schaffen.
Dann doch lieber Gestaltungsideen der Bürger umsetzen. Die finalen Stationsnamen - welch Überraschung.